Mehr Europa wagen
Bildungsfahrt der Jungen Union HSK nach Stuttgart und Straßburg

Im September begab sich die Junge Union Hochsauerlandkreis auf eine Bildungsfahrt nach Straßburg und Stuttgart. In Straßburg diskutierten die Jungpolitiker mit dem südwestfälischen Europaabgeordneten Dr. Peter Liese über aktuelle EU-politische Themen. Dieser bestärkte die Reisegruppe in ihrem gemeinsamen europäischen Gedanken und führte dazu an, „dass sich jeder Bürger aktiv und konkret an der politischen Ausgestaltung beteiligen kann. Daher appellierte er an alle Teilnehmer, dass das Europaparlament nicht als abstraktes und “bürgerfernes“ Gebilde verstanden werde sollte. Dennoch betonte Liese, dass an dem Grundsatz der Subsidiarität festgehalten werden solle, sodass bundespolitische Themen in den dazu vorgesehenen Bundesparlamenten behandelt werden müssten.
Diese positiven Eindrücke der gemeinsamen europäischen Werte konnten die Mitglieder der Jungen Union bei einem Treffen mit Vertretern der „Jeune UMP“ - die konservative Jugendorganisation der französischen Präsidentenpartei - vertiefen. Diese führten an, dass sie als Straßburger in der Stadt wohnen, in der man den europäischen Gedanken lebe und sich hier als wahrer Europäer fühle. Neben der Pflege des europäischen Gedankens konnten sich die Sauerländer auch über bildungspolitische Themen Frankreichs informieren, indem sie einem Vortrag des französischen Ministers für Hochschulbildung und Forschung, Laurent Wauquiez, beiwohnten. „Bei dieser Begegnung zeigte sich erneut die intensive deutsch-französische Freundschaft, die sich in der jüngeren Geschichte aufgebaut hat und in kommender Zeit weiterhin aufrecht zu halten und zu stärken ist“, so der Kreisvorsitzende Benedikt Hoffmann.
In Stuttgart war es den Reisenden möglich durch einen Besuch der Landtagsdebatte über das umstrittene Thema „Stuttgart 21“ Einblicke in die Landespolitik Baden-Württembergs zu gewinnen. In der anschließenden Diskussion mit Parteifreunden der Jungen Union Stuttgart gelang es, ein reflektiertes Bild der Lage vor Ort zu erlangen. Der Stadtverbandsvorsitzende der JU Arnsberg, Manuel Brinkmann, wies darauf hin, dass „das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 einer der wichtigsten infrastrukturellen Maßnahmen im Südwesten Deutschlands hinsichtlich der Mobilität der Menschen, aber auch für diesen bedeutenden Wirtschaftsstandort sei“. Diese besondere Bedeutung wurde den Jungpolitikern ebenfalls bei einer Besichtigung der Mercedes-Benz Motorenwerke verdeutlicht.
Kristian Suur-Nuuja



