JU Neheim-Hüsten informiert sich über Ärztemangel
Am Freitag war der niedergelassene Arzt Dr. med. Hans-Heiner Decker zu Gast bei der Jungen Union Neheim-Hüsten. Neben der heutzutage schwierigen Situation für Ärzte auf dem Land wurden auch aktuelle Themen aus dem Gesundheitswesen angesprochen.So wurde zum Beispiel der Hintergrund des derzeitig diskutierten Gesundheitsfonds beleuchtet. Er stellt einen großen Topf für alle da, sodass die gegenseitigen Subventionen der Krankenkassen, die nach der Öffnung der Krankenkassen stattfinden mussten, nicht mehr nötig sind. Es soll ferner ein Ausgleich geschaffen werden, der die Rückversicherung durch die Ärzte erübrigt, die bei Überschreiten ihres Budgets häufig noch Jahre später mit Regresszahlungen rechnen mussten. Doch es gibt weitere Aspekte, die den Beruf unattraktiv machen. Hier ist unter anderem ein enorm hoher Bürokratieaufwand für ein System fast undurchschaubarer Komplexität. Auf dem Land kommen noch andere Schwierigkeiten wie eine höhere Wochenenddienstfreuquenz hinzu. Schon jetzt ist ein großer Anteil ausländischer Assistenzärzte, die sich in den meisten Fällen später niederlassen werden, zu verzeichnen, da qualifizierte, in Deutschland ausgebildete Kräfte durch die Bedingungen hier schlicht vertreiben werden.



