Aktuelles
EU erleben: Seminar mit Jungpolitikern aus Lettland, Schweden und Deutschland
„Das Sauerland ist überall“ wusste schon Heinrich Lübke. Dies gilt erst recht für die Sauerländer selbst. So nahmen acht Mitglieder der Jungen Union Hochsauerlandkreis mit Teilnehmern aus Lettland und Schweden an einem Seminar der Konrad-Adenauer-Stiftung in Riga und Stockholm teil. Bei dem viertägigen Seminar konnten sich die jungen Leute über die Geschichte und Politik der anderen Länder informieren und über aktuelle nationale und europäische Themen diskutieren. „Eigentlich widmen sich die Junge Union im HSK ja der Kommunalpolitik, aber ein Blick über den Tellerrand hinaus hilft die eigenen Strukturen besser zu verstehen und macht Spaß!“, erklärte der Kreisvorsitzende Benedikt Hoffmann begeistert.
Der erste Teil des von dem heimischen CDU Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Patrick Sensburg und dem Leiter des KAS-Büros in Riga, Andreas Klein, ins Leben gerufenen Seminars fand in Riga statt. Dort wurde unter anderem das Besatzungsmuseum besucht und über die deutsch-lettischen Beziehungen, die insbesondere durch die Hanse entstanden sind, geredet. Die Seminarteilnehmer fuhren dann mit der Fähre nach Stockholm , wo sie von dem Abgeordneten Christian Holm durch den ‚Sveriges Riksdagen‘, das schwedische Parlament, geführt wurden. Nach einer von den schwedischen Jugendlichen organisierten Stadtführung folgte ein Besuch in der Parteizentrale der konservativ liberalen Partei ‚Nya Moderaterna‘. Hier haben die Jungpolitiker die Wahlkampfstrategie der Partei, die zurzeit auch den Ministerpräsidenten stellt, kennengelernt. Zurück in Riga folgte zum Abschluss noch die Besichtigung der ‚Saeima‘, dem lettischen Parlament.
„Die CDU war und ist die Europapartei in Deutschland. Von Adenauer über Kohl bis heute zu Angela Merkel hat sie sich immer für ein friedliches und gemeinschaftliches Europa eingesetzt. Dieses Verständnis muss schon direkt hier an der Basis beginnen“, erläutert Patrick Sensburg die Motivation für das Seminar.
Jugendliche diskutieren in Oase über Energiewende im Sauerland
Klausurtagung der Jungen Union in der Abtei Königsmünster
Am letzten Wochenende haben sich Jugendliche aus dem Hochsauerlandkreis bei der Klausurtagung der JU HSK in der Oase des Klosters in Meschede mit aktuellen politischen Themenauseinandergesetzt.
Gemeinsam mit Franz-Josef Rickert, dem Fachdienstleiter für Strukturförderung und Regionalentwicklung des Hochsauerlandkreises, wurde das Energiekonzept für den HSK diskutiert und Lösungen für den Umgang mit Problemen und Konflikten erarbeitet. So stehen dem enormen Ausbau der Windenergienutzung die Nachteile wie eine deutliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes oder der Gefahr für den Artenschutz entgegen. „Um die Ausbauziele zu erreichen müssten in Südwestfalen jedes Jahr 70 neue Windkraftanlagen installiert werden“, so Rickert. Die Jugendlichen waren sich einig, dass dieses nur im Einverständnis aller Bürger und aus überregionaler Betrachtungsweise geschehen kann, unter Beachtung der individuellen Situation in den Kommunen.
„Die Ausweitung der erneuerbaren Energien ist sinnvoll und wünschenswert. Sie darf aber nicht zulasten des typisch sauerländischen Landschaftsbildes erfolgen und ebenso wenig den Strompreis weiter in die Höhe treiben.“ So fasste Benedikt Hoffmann, Vorsitzender der JU HSK, das Meinungsbild der Teilnehmer zusammen.
In Arbeitskreisen wie zum Beispiel dem ‚AK Schule‘ oder dem ‚AK Wirtschaft‘ wurden weitere Themen bearbeitet, Meinungen herausgestellt und mögliche Vorgehensweisen entwickelt. Auf der Grundlage dieser Arbeitskreise wird auch in den nächsten Monaten weitergearbeitet und Diskussionsrunden und Vorträge organisiert werden.
Weiterhin konnten die Teilnehmer bei einer Führung durch das Kloster und in Gesprächen mit den Mönchen zu der Frage nach der Bedeutung von wertorientierter Politik kontrovers diskutieren.Auch die beiden Kandidaten der CDU für den Landtag, Klaus Kaiser und Matthias Kerkhoff, stellten sich den Jugendlichen vor.
Am Abend stand im Gästehaus „Oase“ der Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg den Jungpolitiker Rede und Antwort zu bundespolitischen Themen.Carolin Ramroth freute sich über eine rundum gelungene Klausurtagung: „Es ist fantastisch so nah an den Verantwortungsträgern aus Berlin und Düsseldorf dran zu sein und ihnen in persönlichen Gesprächen seine eigenen Ansichten mitteilen zu können. So macht Demokratie Spaß!“
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